Düsselblume

Gärtnern und was mich sonst noch so interessiert...

Mittwoch, 14. Januar 2015

Ist unsere Zukunft eine Verschenkekultur?

Wie ist dieses natürliche Leben, in dem wir alle in Fülle leben - ohne die anderen davon überzeugen zu müssen, uns etwas abzukaufen oder sonst wie den Mangel an Energie in Form vom Tauschmittel Geld zu stillen?

Freiwillig gerne geben wir als Tauschmittel unseren persönlichen Ausdruck, das sinnvolle Einbringen in eine Gemeinschaft, besondere Talente und die Liebe in unserem Herzen, wenn wir in einem Umfeld leben, das eine Entfaltung unserer Persönlichkeit fördert.

Vor ein paar Tagen war ich beim Tausch-Rausch in Langenberg, einem wunderbaren kleinen Städtchen im Bergischen mitten zwischen den größeren Städten Düsseldorf, Essen und Wuppertal gelegen.

"Mäuse" beim Tausch-Rausch in Langenberg


Im Bürgerladen der Transition Initiative Langenberg-im-Wandel trifft sich ein kleines Tausch-Netzwerk am Anfang jeden Monats, in dem vorwiegend selbstgemachte Dinge getauscht werden.
Die Währung dort sind die "Mäuse", die hand-designed auf Papierzetteln zu einem Tauschwert gelangen, indem man darauf unterschreibt und jemanden findet, der darauf gegenzeichnet.


Besonders gefällt es mir bei diesem Tausch-Rausch, weil dort jeder so niedrigschwellig wie bei einem kleinen Markt verschiedene Tauschmittel mitbringen kann, und die Förderung der Kreativität der Teilnehmer im Mittelpunkt steht.

Da gab es selbst gestrickte Mützen, selbst gebackenes Vollkorn-Brot, Aufstriche und mehr.

Eine Tauscherin bringt gestrickte Mützen und Handschuhe mit


Mitgebracht hatte ich...

... Kräutersalz und getrocknete Apfelringe


In so einem kleinen Netzwerk sind im Kleinen die Prozesse zu erkennen, die sich im Großen so ganz unüberschaubar auch in unserer Gesellschaft abspielen.

Ist der natürliche Zustand eigentlich eine Verschenkekultur, in der man immer freiwillig gibt, wenn man den Bedarf bei jemandem feststellt?

Hier konnte ich die Prozesse gut beobachten und folgende Kritierien näher unter die Lupe nehmen:

Was bedeutet es, in so einem Tauschkreis die Energie anzuheben und aus dem Mangeldenken in ein Bewusstsein von Fülle zu gelangen?
Ist das Ziel dann eine Verschenkegemeinschaft?

Tauschangebot Buch über Atlantis 
Liegt es an den Bedürfnissen, die in unserer Gesellschaft so unnatürlich und hoch sind, dass dem Mangel gehorchend, für den Markt Billigware produziert wird, sodass dann die Menschen, die etwas aus dem Herzen geben, keine Abnehmer mehr finden?

Befindet man sich beim Tauschrausch im Mangel mit seinem Tun und Denken und versucht nur durch das Weitergeben irgendwelcher Ware an "Mäuse" zu kommen?

Hatte man Muße und hat mit Liebe die Dinge hergestellt, die man dort weitergeben möchte?


Hat man den Bedarf in der Gemeinschaft wahrgenommen und sein Angebot darauf ausgerichtet?

Wie müsste das Netzwerk sein, damit man immer fröhlich ohne Bedenken "Mäuse" in Umlauf bringt und somit die anderen fördert?

Wie sieht es auf, wenn bei irgendwem das Tauschen stockt?  Ruft man "Halt - Stopp", hier ist jemand unter uns, der nichts mehr zum tauschen hat. Wir müssen das System noch mal überdenken.

Wie findet man heraus, was man wirklich gerne geben möchte?

Bei diesem Besuch habe ich im Direkttausch einen kleinen Vortrag über die versunkene Stadt Atlantis vom Autor des weiter oben abgebildeten Buches gegen eins meiner Kräutersalze erhalten.


Organisiert von der Initiative Langenberg-im-Wandel gibt es auch eine offzielle Alternativ-Währung für die Region, die Deilbachblüten:

Gehäkelte Deilbachblüten am Fenster vom Bürgerladen


Mein Studium der Zusammenhänge lässt noch viele Fragen offen....

Wie es mit dem Thema weitergeht, seht ihr in diesem nächsten Post.

Linkliste:
http://www.langenberg-im-wandel.de/  (Es ist für uns alle an der Zeit, unser Schicksal und das unserer Kinder und Enkelkinder in die Hand zu nehmen)




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