Düsselblume

Gärtnern und was mich sonst noch so interessiert...

Samstag, 21. Juli 2012

dicke Bohnen


In diesem Jahr ist uns der Anbau von dicken Bohnen auf dem Bauerngartenbeet im Lehrgarten einigermaßen gelungen.  Es ist zwar nur ungefähr ein 1/2 qm, aber das reichte schon, um ein wenig Erfahrungen mit ihnen zu machen und um sie mal im Kochtopf zu probieren.

5-6 cm tief kommt das Saatgut in den Boden. Es dauerte eine Weile, bis sie sich sehen lassen haben, aber dann haben sie sich sehr gut entwickelt...



vorne links im Bild die dicken Bohnen, beim nächsten Mal würde 
man vllt. doch die Spitzen früher ausbrechen


Beratung hatte ich von einem Gartennachbarn, der seine hauseigene Sorte namens Felix, die nicht mehr im Handel ist, schon seit Jahren anbaut und die einen Teil seiner Ernährung für das ganze Jahr ausmacht



Sie gefallen mir, die dicken Bohnen, weil sie einheimisch sind und an unser im Frühling oft noch sehr kaltes Klima angepasst sind.


Sehr jung sind sie köstlich. Man holt sie aus den Schoten und kocht sie ca. 12 Minuten mit ein wenig Brühe und einigen Bohnenkrautzweigen, deren Aroma sie sehr gut aufnehmen, wenn die Zweige beim kochen unter den Bohnen liegen. Wer eine sämige Soße möchte, kann sie später dann noch mit saurer Sahne oder Creme fraiche andicken.

Mit Kartoffeln als Beilage ist das zusammen schon eine leckere Mahlzeit.


Wenn sie in älterem Stadium gepflückt werden, kann man nur noch den innersten Kern verwenden, da die äußere Hülle der Bohnen dann sehr gummiartig  ist.

Eigentlich soll man sie wegen der schwarzen Bohnenlaus, die sie während der Blüte oft befällt, schon Anfang bis Mitte Februar in die Erde legen, wir haben das aber erst Ende März geschafft und trotzdem hatten wir Glück.
Diese Bohnenlaus setzt sich in die Spitze der Pflanze. Bei uns war aber nur eine Pflanze befallen, deren Spitze dann ausgebrochen wurde.

Wenn die Pflanze ausgewachsen ist, kann man aber zur Vorsorge und damit die Kraft in die dann bereits vorhandenen Schoten geht, vorsorglich alle Spitzen ausbrechen.

Die Ernte erfolgt in Etappen je nach Größe und Reife der Bohnen.

Ich habe gelesen, daß man die Pflanzen nach der Ernte etwas zurückschneiden kann, um so ein erneutes austreiben und eine späte weitere Ernte anzuregen. Von Erfolgen mit dieser Methode habe ich aber noch nicht gehört.

Wenn man Saatgut für das nächste Jahr ernten will, läßt man Bohnen hängen, bis die Schoten schwarz sind.

Damit der Stickstoff, den die Pflanze im Laufe ihres Lebens gesammelt hat, weiter im Boden bleibt, nimmt man sie im Herbst nicht komplett raus, sondern schneidet sie nur bis zum Boden zurück.

Insgesamt bleibt sie auf meiner Liste dessen, was ich unbedingt wieder anbauen möchte!!!


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