Düsselblume

Gärtnern und was mich sonst noch so interessiert...

Samstag, 8. Oktober 2011

der Bokashi-Eimer

Gestern war ich bei einem Bokashi-Eimer-Kurs im urbanen Garten "Obsthain grüner Weg" in Köln.

Die Frage war eigentlich: was mache ich mit den Obst- und Gemüseabfällen, die bei uns in der Küche anfallen und die sonst ungenutzt im Restmüll landen?
Der Kompost in unserem kleinen Gemeinschaftsgarten ist noch nicht so richtig installiert.

In der grün bewirtschafteteten Brache am grünen Weg fand ein kleiner Kurs zum Thema Kompost-in-der-Küche statt.

Durch effektive Mikroorganismen werden die Küchenabfälle innerhalb von 6 Wochen fermentiert und für eine schnellere Kompostierung vorbereitet.
Der Vorteil zur normalen Kompostierung ist, dass es nicht riecht und dass man es gut in der Wohnung oder auf dem Balkon machen kann.

Um es als Kompost benutzen zu können, muß das fermentierte Gemüse-/Obstgemisch (eigentlich kann man wohl alle Speiseabfälle nehmen?)  entweder noch zwei Wochen in Erde eingegraben werden oder man gibt eine Schicht in die Blumenkästen und -kübel oder auf die Beete, tut noch normale Erde drauf und pflanzt dann in die obere Schicht.
Die Wurzeln der Pflanzen sollten damit aber nicht sofort in Berührung kommen.

Einerseits ist es wohl umständlich, dass man nicht direkt fertigen Kompost hat, aber andererseits ist es ja kostbar, dass man seine Abfälle noch einer weiteren Verwertung zuführt.
Die Frage ist, ob man, wenn man in der Menge selber keinen Bedarf an bokashi-geeimerten Gemüse hat, nicht eine Form von Guerilla-Kompostierung an den Bäumen, Blumen und Sträuchern in der nahen Botanik gesund wäre?

Bei dem Kurs haben wir zwei Eimer präpariert.
Einer bekommt mit verschiedenen spitzen Werkzeugen wie Nagel, Schraube und/oder Taschenmesser viele kleine Löcher in den Boden gebohrt. Wir haben zuerst die kleinen Pinnwand-Nägel genommen und dann mit einer Schraube o.ä. erweitert.

An dem anderen Eimer wird ziemlich weit unten an der Seite ein Wasserkran installiert, indem man ein größeres Loch mit einem Taschenmesser oder einer Bohrmaschine mit entsprechendem Aufsatz bohrt.

Der Kran wird dadurch abgedichtet, dass man Dichtungs-Hanf mit der Gewindepaste neo-fermit (trinkwassergeeignet) einschmiert und dieses am Kran ganz eng innen und außen am Eimer herumwickelt. Dann wird der Kran (der billigste Kran kostet ca. 3,30 Euro im Baumarkt) innen noch mit einer großen Konterschraube (ca. 2 Euro) befestigt.

Es gibt fertige Bokashi-Eimer auch z.B. bei Waschbär zu kaufen.

Das Gemüse wird jedes Mal, nachdem es in die Eimer gegeben wurde, mit einer Sprühflasche mit den effektiven Mikroorganismen  besprüht.

In unserem Fall gab es eine japanische und eine Kölner Mischung der Mikroorganismen.. Man kann sie auf verschiedene Weise selber vermehren.
Die fertige Mischung wird nochmal 1:10 mit Wasser verdünnt, bevor man sie benutzt.

Die japanische roch sehr gut nach Johannisbeere, die Kölner Mischung roch ein wenig nach Sauerkraut.

Eine gute Idee hatte Sonja, die sagte, sie würde das ganze erstmal in klein mit ihren großen Joghurtbechern ausprobieren.

einige weitere Informationen zu Bokashi:
 http://www.d-q-e.net/akademie/bokashi_eimer_workshop.pdf

http://www.vero-online.info/


Beitrag der WDR-Servicezeit - Bokashi

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